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Institut für
Gartenbauliche Produktionssysteme
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Forschung am Thema Nachbaukrankheit bei Apfel durch BMBF für maximal neun Jahre gefördert

Projektbewilligung BonaRes-ORDIAmur:
Die BMBF-Ausschreibung Boden als nachhaltig Ressource für die Bioökonomie („BonaRes“ www.bonares.de) hat zum Ziel, „die Leistungsfähigkeit von landwirtschaftlich genutzten Böden zu erhalten und, wenn möglich, zu steigern“. Im Rahmen dieser Initiative werden zehn interdisziplinäre Verbünde gefördert, von denen eines das von Frau Prof. Dr. Traud Winkelmann (LUH) koordinierte Projekt „ORDIAmur Overcoming Replant Disease by an Integrated Approach“ ist.

Im Rahmen von ORDIAmur sollen durch die Kooperation von Partnern aus elf Einrichtungen in Deutschland die Entstehung und die Ursachen der Nachbaukrankheit aufgeklärt werden, um neue Ansätze zur Überwindung dieses Problems zu entwickeln. Nach wiederholtem Anbau einer Pflanzenart treten Wachstumsdepressionen auf, die als Nachbaukrankheit oder Bodenmüdigkeit bezeichnet werden. Ein Flächenwechsel, wie er in einer guten Furchtfolge bei krautigen Pflanzen praktiziert wird, ist aufgrund der Konzentration der Obstproduktion und auch der Anzucht der Obstbäume in Anbauzentren nicht möglich. Da chemische und thermische Bodenentseuchungen aus ökologischer und ökonomischer Sicht problematisch sind und zudem derzeit keine chemischen Entseuchungsmittel zugelassen sind, brauchen sowohl Obstbaumschulen als auch Obstbauer zukünftig andere Strategien, um die Bodengesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Die Einstellung geeigneter Mikroorganismengemeinschaften im Boden oder auch die Bereitstellung toleranter Unterlagen wären denkbare Wege, an denen im Projekt ORDIAmur gearbeitet wird. An der LUH sind neben dem Institut für Gartenbauliche Produktionssysteme mit den Abteilungen Gehölz- und Vermehrungsphysiologie und Phytomedizin das Institut für Bodenkunde und das angegliederte Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau an den Forschungsarbeiten beteiligt. Bei positiven Zwischenevaluationen kann das Projekt für neun Jahre gefördert werden, für die ersten drei Jahre stellt das BMBF weit über 3 Mio. € für den Gesamtverbund zur Verfügung.