Kooperationsprojekte

Zusammenarbeit von afrikanischen und deutschen Forschenden

Seit mehreren Jahren ist die Abteilung Systemmodellierung Gemüsebau in verschiedenen Programmen aktiv, um die Zusammenarbeit von afrikanischen und deutschen Forschenden zu stärken. Ziel ist der Transfer von gartenbaulichem Wissen, Methoden und Know-how für die praktische Anwendung unter lokalen Bedingungen in Afrika.

AKTUELLE KOOPERATIONSPROJEKTE

SVePiT: Nachhaltige gartenbauliche Produktion in den Tropen

SVePiT – Sustainable Vegetable Production in the Tropics – ist ein Gemeinschaftsprojekt der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover und des Department of Horticulture of the Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology in Kenia. Es bietet eine Kommunikationsplattform für die Förderung nachhaltiger Gemüseproduktion und anderer Gartenbaukulturen in den Tropen.

Das Projekt wird durch das Alumni-Programm des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert.

Volkswagen Stiftung: Initiative Afrika

Das Institut für gartenbauliche Produktionssysteme koordiniert das Fellows-Programm „Natürliche Ressourcen“ der Initiative Afrika der VolkswagenStiftung. Im Jahr 2018 wurden sieben Postdoc-Stipendiatinnen und -Stipendianten aus fünf afrikanischen Ländern ausgewählt und erhielten ein Forschungsstipendium, mit dem sie ihre Projekte aus einer vorherigen Phase 2014 bis 2017 in der neuen Phase 2018-2020 weiterführen können. Alle organisatorischen Aspekte in Bezug auf das Projektbudget und die gemeinsamen Workshops werden von Prof. Hartmut Stützel, Leiter der Abteilung Systemmodellierung im Gemüsebau des IGPS koordiniert.

  • Sommerschulen, Workshops, Seminare und andere Veranstaltungen

    Workshop | Hannover | 21. – 23. Februar 2018

    Der Fortschritt der Forschungsprojekte wurde von den Fellows vorgestellt. Weiterhin wurden Ideen für die bevorstehende Ausschreibung der Postdoctoral Fellowships zum Thema „Ressourcen, ihre Dynamik und Nachhaltigkeit - Kapazitätsentwicklung in vergleichenden und integrierten Ansätzen“ diskutiert.

    Workshop | Hannover | 25. – 28. November 2015

    In Hannover wurde der Fortschritt der Forschungsprojekte gemeinsam mit den deutschen Kollegen vorgestellt und die Stipendiaten nahmen an mehreren Soft-Skill-Workshops teil, darunter Stressmanagement, sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden und Systemmodellierung.
    Am letzten Tag besuchten die Fellows den Nationalpark Harz und die Altstadt von Goslar.

    Workshop | Antananarivo |16. – 22. März 2015

    Um Fragen im Zusammenhang mit der bevorstehenden Projektarbeit zu erörtern, fand ein Auftakttreffen für die neuen ausgewählten Stipendiaten (2014-2017) der Afrika-Initiative der VolkswagenStiftung statt.
    Dort trafen sie bei ihrem Abschlussworkshop die Nachwuchsstipendiaten der vorangegangenen Förderperiode (2010-2013) und hatten die Möglichkeit, an mehreren gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen.
    Neben den Projektpräsentationen wurden Sessions zum Thema Proposal Writing, Forschungsethik und Forschungsförderung sowie eine interessante gemeinsame Exkursion zu den Biodiversitäts-Hotspots in der Region Antananarivo angeboten.

    Auswahlkonferenz „Natürliche Ressourcen 2014“ | Hannover | 18.-20. Juni 2014

    Die Afrika-Initiative „Wissen für morgen – Kooperative Forschung in Subsahara-Afrika“ der VolkswagenStiftung und das Institut für gartenbauliche Produktionssysteme der Leibniz Universität Hannover veranstalteten die internationale Auswahlkonferenz „Natürliche Ressourcen“ für afrikanische Nachwuchsforscherinnen und -forscher und Postdocs in Hannover. Der Fokus lag auf der Auswahl von Teilnehmenden für das Forschungsstipendium der VolkswagenStiftung.

    Eingeladen waren Bewerberinnen und Bewerber für Senior Fellowships, die zum Teil bereits von der VolkswagenStiftung gefördert wurden, sowie für Junior Fellowships, die sich erstmals um ein Stipendium der VolkswagenStiftung bewarben. Auf der Konferenz stellten die Fellows ihre Projekte vor und wurden von einem Auswahlkomitee interviewt. Zusätzlich wurde ein Workshop zum wissenschaftlichen Schreiben organisiert und die Teilnehmer konnten ein Kulturprogramm in Hannover genießen. Die Themen der wissenschaftlichen Projekte reichten von der Erforschung der Wasserqualität und der Bodendegradation über die Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft bis hin zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Nach der Konferenz entscheidet ein internationales Team von sechs renommierten Gutachtern, welche wissenschaftlichen Projekte ein Stipendium erhalten. 

    Stipendiatentreffen 2013 | Hannover | 13. – 15.Oktober 2013

    Die VolkswagenStiftung und Leibniz Universität Hannover organisierten die wissenschaftliche Tagung „Grantee's Meeting 2013“. 213 internationale Gäste versammelten sich im beeindruckenden Schloss Herrenhausen. Gastgeber des Treffens war die 2008 ins Leben gerufene Afrika-Initiative der VolkswagenStiftung „Wissen für morgen - Kooperative Forschungsprojekte in Subsahara-Afrika“.

    Ziel des gemeinsamen Treffens war es, Möglichkeiten und Herausforderungen für die Forschung in Afrika zu diskutieren, um neue Erkenntnisse für ein nachhaltiges wissenschaftliches Umfeld in Afrika sowie für die Bedürfnisse afrikanischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft zu gewinnen. Das Hauptaugenmerk lag auf interdisziplinärer Forschung und bot den afrikanischen Geförderten eine wertvolle Gelegenheit, ihre Forschung zu reflektieren und mit Personen auszutauschen, die in den verschiedenen Themenbereichen der Förderinitiative tätig sind. Es referierten Vertreterinnen und Vertreter namhafter Forschungs- und Förderinstitutionen und haben mit ihren Keynote-Vorträgen und Präsentationen zur Diskussion beigetragen. Darüber hinaus bot das Programm thematische Workshops zu Forschungsförderung und Wissenschaftskarrieren sowie eine Postersession an, in der alle Stipendiaten ihre wichtigsten Leistungen regional zusammengefasst zeigten.

    Zu den eingeladenen Gästen gehörten 64 afrikanische Junior Fellows, ihre 18 deutschen Postdoc-Partner, die 13 Koordinatoren der sechs verschiedenen Themenbereiche der Initiative sowie Gastredner, Diskussionsteilnehmer und verschiedene Special Guests namhafter Forschungseinrichtungen, die Projektleitung und Teilnehmende von VolkswagenStiftung und Leibniz Universität Hannover. Ebenfalls anwesend war auch eine Delegation aus Tansania, angeführt vom Sekretär des Ministeriums für Bildung und Berufsbildung.

Vielseitiges Mentoring-Programm

Die Ausschreibung „Ressourcen, ihre Dynamik und Nachhaltigkeit - Kapazitätsentwicklung in vergleichenden und integrierten Ansätzen“ im Rahmen der Afrika-Initiative umfasst Projekte im Bereich natürlicher und biologischer Ressourcen, die von afrikanischen Postdocs eigenständig entwickelt und umgesetzt werden. Das Programm beinhaltet die Wahl einer Mentorin oder eines Mentors. Diese lehren den wissenschaftlichen Nachwuchs die Nutzung internationaler wissenschaftlicher Netzwerke. Zusätzlich kann ein deutscher Postdoc für die begleitende Teilnahme an dem Projekt ausgewählt werden.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten decken ein breites Spektrum der naturwissenschaftlichen Disziplinen ab, das von Biologie, Ökologie, Geowissenschaften und Mathematik bis hin zu Landwirtschaft, Tierhaltung und Entomologie reicht. Die Zusammenarbeit zwischen der Volkswagenstiftung und dem Institut begann im Jahr 2010 und befindet sich derzeit in der dritten Phase.

Pressemitteilung: Erfolg für sieben Fellows in der Afrika-Initiative