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Institut für
Gartenbauliche Produktionssysteme
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Forschung an der Abteilung Obstbau

Im Mittelpunkt der Forschung der Abteilung Obstbau stehen die Entwicklung und Eigenschaften der Fruchthaut, d.h. der äußeren, die Frucht abschließenden Schichten. Die Qualität von Früchten wird in erheblichem Maße vom Zustand dieser Außenschichten bestimmt. Defekte sind nicht nur optische Mängel, sondern haben weitreichende qualitative Folgen, z.B. offene Risse, unkontrollierte Wasseraufnahme und Wasserverlust, Schrumpfen, Befall mit Krankheitserregern, Absterben von Geweben u.a..

Das Verständnis entwicklungsbedingter Veränderungen in Struktur und Funktionalität ist daher unverzichtbar für einen sachgerechten Umgang mit Obst. Einsichten hierzu werden durch systematische Grundlagenforschung gewonnen. Unsere Arbeiten konzentrieren sich auf (1) das Wachstum und die Entwicklung von Fruchtkutikeln, sowie von epidermalen und hypodermalen Zellschichten, (2) die Entstehung und Eigenschaften sekundärer Abschlussgewebe, und (3) den Wasserhaushalt und die mechanische Architektur von Fruchthaut und ganzer Frucht.

Bei den bearbeiteten Fragen handelt es sich ausnahmslos um zentrale Probleme des Obstbaus wie z.B. das Platzen weicher Früchten (Süßkirschen, Weinbeeren, Strauchbeerenobst etc.), die Berostung von Kernobst (Apfel, Birne), Schalenflecken bei Elstar Äpfeln oder die Halswelke bei Pflaumen. Die aufgezählten Beispiele sind von erheblicher ökonomischer Bedeutung sowohl regional (z.B. Schalenflecken bei Elstar im Alten Land) wie auch weltweit (Platzen, Berostung). Die in den Forschungsprojekten gewonnenen strukturellen und physiologischen Erkenntnisse über Ursachen und Mechanismen der Entstehung solcher Defekte bilden die Grundlage für die Beurteilung und Entwicklung von Vermeidungsstrategien, die in Zuchtprogrammen z.B. als Selektionskriterien berücksichtigt oder als Kulturmaßnahmen im Anbau Eingang finden und zu einer wirkungsvollen Verringerung der ökonomischen Konsequenzen beitragen. Finanziert wird unsere Forschung von der DFG, vom MWK Niedersachsen sowie von verschiedenen anderen Geldgebern (z.B. Forschungsring Deutscher Weinbau, Marktgemeinschaft Altes Land).